Begegnungen der unangenehmen Art – zum Umgang mit den NS-Endphaseverbrechen in Duisburg und der frühen Bundesrepublik
So 8. März, 15 Uhr
Führung mit Thorsten Fischer
Am Sonntag, 08. März 2026, um 15 Uhr, richtet Thorsten Fischer in seinem Vortrag im Kultur- und Stadthistorischen Museum den Blick auf ein fast vergessenes Kapitel der Duisburger
In den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs verübten Angehörige des NS-Regimes, aber auch Zivilisten, zahlreiche Verbrechen – die später sogenannten Endphaseverbrechen. Am 21. März und 09. April 1945 ließ der Duisburger Polizeipräsident Franz Bauer 38 Menschen ohne rechtskräftiges Urteil erschießen. Ihre Leichen wurden notdürftig auf dem Waldfriedhof verscharrt. Nach der Befreiung Duisburgs am 12. April exhumierten die Alliierten die Toten und bestatteten sie auf dem König-Heinrich-Platz. Der amerikanische Stadtkommandant ordnete an, „die Gräber in derselben Weise wie auf einem Friedhof zu pflegen“.
Diese Gräber – bald nur noch als „Russengräber“ bezeichnet – sollten Zeugnis ablegen vom Umgang der Stadt mit den NS-Verbrechen, die man alsbald vergessen wollte.
Die Teilnahme ist im Museumseintritt enthalten und kostet für Erwachsene 4,50 Euro, für Kinder und ermäßigte Besucher 2,00 Euro.








