Geschichte des Museums

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1969–1990

Nach dem 2. Weltkrieg etablierte sich das „Niederrheinische Museum“ im Kantpark (1969–1990) und baute hier seinen archäologischen Schwerpunkt aus.

1991

1991 schließlich zog das Institut als „Kultur- und Stadthistorisches Museum“ an den heutigen Standort im Duisburger Innenhafen, wo 2002 das 100-jährige Bestehen gefeiert wurde.

2007

Seit 2007 zeigt eine umfassende, modern gestaltete Dauerausstellung die Geschichte Duisburgs von der Steinzeit bis zur Gegenwart.

2012

Die Mercator-Schatzkammer erhielt anlässlich des Jubiläums „500 Jahre Gerhard Mercator“ im März 2012 ein neues Gesicht.

Seine umfangreichen Sammlungen verdankt das Kultur- und Stadthistorische Museum
mit seiner über 100-jährigen Geschichte vor allem großzügigen Stiftungen aus der Bürgerschaft.

Standort im Duisburger Innenhafen

Der Standort des Kultur- und Stadthistorischen Museums verbindet anschaulich die Vergangenheit mit der Gegenwart. Die archäologische Zone „Alter Markt“, die Stadtmauer, deren sichtbare Teile aus dem 13. und 14. Jahrhundert stammen, die spätgotische Salvatorkirche und das Dreigiebelhaus erinnern in direkter Nachbarschaft an das mittelalterliche Stadtleben, obwohl die Innenstadt im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört wurde.

Der Innenhafen ist ein deutliches Beispiel für den Strukturwandel der Region. Die denkmalgeschützten Speicher- und Mühlengebäudeerfahren als Bestandteile des multifunktionalen „Dienstleistungsparks Innenhafen“ anspruchsvolle Umnutzungen.

Der Altbautrakt des Museums befindet sich in einem Getreidesilo der ehemaligen Rosiny-Mühle von 1902. Die Rosiny-Mühle entsprach zur Zeit ihrer Nutzung weniger der romantischen Vorstellung der Mühle am rauschenden Bach – sie war ein Industriebetrieb in einem sechsgeschossigen Großgebäude.

Durch die anwachsende Bevölkerung im Ruhrgebiet hatte sich Ende des 19. Jahrhunderts der Bedarf an Getreideprodukten vervielfacht. Im Innenhafen gab es aufgrund der günstigen Verkehrsanbindung um 1900 bereits etwa 30 Getreidehandlungen. Für die Getreidelagerung wurden gegen Hochwasser geschützte Speicher gebaut.

Duisburg war der „Brotkorb des Ruhrgebiets” mit einem Warenumschlag von ca. 1 Million Tonnen, etwa im Jahr 1913. Anfang des 20. Jahrhunderts arbeiteten in der Rosiny-Mühle knapp 200 Menschen. Sie produzierten 400 Tonnen Mehl am Tag. Bis zur Produktionseinstellung im Jahre 1969 wurde hier eifrig entladen, gemahlen, gemischt, gewogen und verschickt.

1991 zog nach einem umfassenden Umbau das Kultur- und Stadthistorische Museum in die Mühle ein. Dieses Projekt war die erste neue Nutzung dieser alten Zeugen der Industrialisierung am Duisburger Innenhafen.