Gerhard Mercator – ein Weltgelehrter in Duisburg

Am 5. März 1512 wurde Gerhard Mercator in Rupelmonde bei Antwerpen (heute gehört der Ort zu Sint Niklaas in Belgien) geboren. Nach dem Studium an der Universität zu Löwen erlernte er bei Gemma Frisius Kupferstechen und Globenbau, dann machte er sich selbständig.

Mit 24 Jahren heiratete Mercator Barbara Schellekens, das Ehepaar hatte sechs Kinder.

1541 brachte er seinen Erdglobus heraus, den weltweit ersten mit eingetragenem Magnetpol und Kompasslinien. 1551 folgte sein Himmelsglobus.

1544 wurde Mercator von der Inquisition wegen des Verdachts auf Ketzerei in Rupelmonde inhaftiert. 1552 zog Mercator mit Familie und Werkstatt nach Duisburg. Ein Grund für den Umzug war wohl die relative religiöse Freiheit im Herzogtum Jülich-Kleve-Berg, weiteren Anreiz bot die hier geplante Universität.

In seiner neuen Heimatstadt Duisburg schuf der Gelehrte den bedeutendsten Teil seiner Werke: Seine große Europakarte war über 100 Jahre Vorbild für alle Karten des Kontinents.

1569 erschien die Weltkarte „ad usum navigantium“, die erstmals sicheres Navigieren auf dem Meer ermöglichte.

Die Arbeiten am ersten “Atlas“ der Welt nahmen viele Jahre in Anspruch. Die Herausgabe des Werkes 1595 erlebte Mercator nicht mehr – am 2. Dezember 1594 um 11 Uhr verstarb der hoch geehrte Gelehrte, bestattet wurde er in der Salvatorkirche in Duisburg, in der sein Epitaph bis heute an ihn erinnert.

Erd- und Himmelsglobus (1541 und 1551) von Gerhard Mercator in der "Schatzkammer" des Museums