25. Juni – 5. November 2017
Dahin, wo der Pfeffer wächst – das ist ein unbekannter Ort, ganz weit weg! Hierhin wünscht man diejenigen, die man nicht mehr sehen will. Doch wo kommt der Pfeffer eigentlich her? Wie kommt man an diesen Ort? Und wer ist dorthin gereist, was hat er erlebt?
Anders als heute verbanden die Menschen vor 500 Jahren das Reisen nicht mit Erholung, es war ein äußerst mühseliges Unterfangen und mit unzähligen Gefahren verbunden. Die gewohnte Heimat zu verlassen und sich dem Abenteuer der weiten Fremde auszusetzen, war nur für die wenigen mutigen Entdecker zu Land und zur See ein positives Wagnis.
Grundsätzlich waren zu jeder Jahreszeit und überall Menschen unterwegs. Von ihren unterschiedlichen Motiven, ihrer Ausstattung, der Organisation der Reise, aber auch von „den Anderen“, die ihnen begegnet sind, haben sie individuelle Zeugnisse hinterlassen. Die Ausstellung will völlig verschiedenen Reisenden ein Gesicht geben, ihre spannenden Geschichten erzählen und den Besucher mit allen Sinnen in eine Zeit entführen, in der in Europa noch Urwälder zu passieren waren und das Durchqueren eines friedlichen Bächleins mit dem Tod enden konnte. Historische Objekte werden dabei durch
„Exponate zum Anfassen“ in den Kontext ihrer Zeit gesetzt.
Was berichtet ein Landsknecht aus seiner Gefangenschaft bei Kannibalen in Brasilien? Welchen Schrecken hat ein Seefahrer in seinem Tagebuch niedergeschrieben, als er den Tod seines Begleiters Ferdinand Magellan bei der ersten Weltumsegelung mit ansehen musste? Und wer begleitet Anna von Kleve nach England, um den gefürchteten König Henry VIII. zu heiraten?
Davon wollen wir die Reisenden am besten selbst erzählen lassen.
Die Termine zum Begleitprogramm und die pädagogischen Angebote entnehmen Sie bitte unserem
→ Flyer oder unserem Veranstaltungskalender.