The North American Indian – Faszination und Inszenierung in den Fotografien von Edward Curtis

27. September 2020 – 10. Januar 2021

Mit jahrzehntelanger Ausdauer und oft prekärer Finanzierung schuf der amerikanische Fotograf Edward Curtis ein beispielloses Lebenswerk. Die Highlights seiner Sammeltätigkeit sind von 1907 bis 1930 in 20 Bänden und dazu gehörigen Bildmappen erschienen.
Von September bis Januar zeigt das KSM 47 Originale aus den Bildmappen und drei Bände aus dem Besitz der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, dem einzigen vollständig erhaltenen Satz Europas.
Curtis‘ Fotos waren so einflussreich, dass er das Bild, das die Welt sich von den Indianern Nordamerikas macht, maßgeblich mit geprägt hat. Er verlieh den Menschen, die uns aus den sepiafarbenen Aufnahmen anblicken, eine stille Würde. Er wandte aber auch Tricks an, um seine Fotomodelle mystisch, fremd und faszinierend auf uns wirken zu lassen. Curtis versuchte alles „Indianische“ zu dokumentieren, bevor die Zivilisation es zerstört. Dabei hat er oft erst selbst das „Indianische“ inszeniert, was er für die Nachwelt festhalten wollte.
Außer Curtis‘ Fotos zeigt die Ausstellung Beispiele für den kolonialen Blick auf die Indianer Nordamerikas und setzt diese in Kontrast zu aktuellen Beispielen indianischer kultureller Selbstdarstellung.

Weitere Informationen und Termine entnehmen Sie bitte unserem Veranstaltungskalender.

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