Mercator-Matinéen

Die diesjährigen Mercator Matinéen blicken weit über den lokalen Tellerrand hinaus: Im Mittelpunkt stehen Europa und Amerika, zwei Kontinente, die seit Columbus durch eine nicht immer ganz einfache gemeinsame Geschichte miteinander verbunden sind.

Eine globale Perspektive war auch dem Universalgelehrten Gerhard Mercator zu eigen. Seine berühmte Weltkarte ad usum navigantium ist nicht nur ein Meilenstein der Kartografie, sie ist auch ein bemerkenswertes Dokument der Entdeckungsgeschichte: Während die Inseln der Karibik und Mittelamerikas auf Mercators Seekarte schon recht exakt dargestellt sind, ist Nordamerika noch weitestgehend unbekanntes Land.

Europa zu Zeiten Gerhard Mercators wurde von Krisen, Kriegen und Religionskonflikten erschüttert. In den Spanischen Niederlanden unterdrückte die Obrigkeit die aufkommende Reformation der Kirche mit harter Hand, viele bedeutende Gelehrte verließen das Land. Die Exulanten, europaweit verstreut, verband ein intensiver wissenschaftlicher und auch freundschaftlicher Austausch. Eine herausragende Persönlichkeit darunter war Gerhard Mercator, dessen Ruhm von Duisburg bis in die arabisch-islamische Welt hinein reichte.

Wir freuen uns sehr, dass die Mercator Matinéen auch in diesem Jahr auf großzügige Unterstützung und engagierte Kooperationen zählen können. Allen gilt unser herzlicher Dank! Zu nennen ist die Sparkasse Duisburg sowie die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, die eine Ausstellung mit Drucken des Indianerfotografen Edward Sheriff Curtis ermöglicht. Als Mitveranstalter ist das Duisburger Büro von „Europe Direct“ hinzugekommen. Herzlich willkommen! Herrn Wilfried Schaus-Sahm danken wir für ein weiteres herausragendes Programm mit den Mercator Matinéen 2020.

Die diesjährigen Mercator-Matinéen sind auch eine Ergänzung zur Ausstellung „Edward Sheriff Curtis: Die Indianer Nordamerikas“, die vom 27. September 2020 bis zum 10. Januar 2021 im Kultur-und Stadthistorischen Museum der Stadt Duisburg zu sehen sein wird.

Rückblick