Duisburger Polizisten im NS-Staat

  Teil 1: Täterforschung im Arbeitskreis Antiziganismus des Zentrums für Erinnerungskultur Seit 2015 beschäftigen wir uns im Zentrum für Erinnerungskultur mit der Verfolgung der Duisburger Sinti in der NS-Zeit. Dabei versuchen wir Lebenswege zu rekonstruieren und diese in Veranstaltungen und Publikationen öffentlich zu machen. Unser Fokus liegt dabei zum einen auf den Verfolgten, zum anderen…

Von den Akten zur Begegnung: Wie aus einer Recherche ein Begegnungstreffen mit Nachfahren von Holocaustüberlebenden wurde  

Von Christina van Laack, Redaktion Robin Richterich   Es ist Freitagmorgen, der 1. April 2022. Dreißig Schülerinnen und Schüler des Abtei-Gymnasiums Duisburg-Hamborn haben sich gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern, Mitgliedern des Bezirksrates Hamborn sowie vierzehn Nachfahren der Familie Meisels aus Israel auf der Dahlstraße 13 in Marxloh versammelt. Mittendrin ein hochbetagter Herr, der sich…

Mit Streifenwagen und Schreibmaschinen – Kriminalkommissare vor, während und nach der NS-Zeit

Zur Wanderausstellung „Die Kommissare – Kriminalpolizei an Rhein und Ruhr 1920 – 1950“ im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Duisburg (25. Oktober 2022 bis 6. Januar 2023) Die Frage „Wer waren die Täter?“ stellt sich im Kontext des Nationalsozialismus häufig, dennoch bleiben die Antworten oft diffus. Nicht selten versteckten sich Einzelne und ihre Taten hinter Befehlen, den Mauern…

Von „Friedrich Ebert“ zu „Adolf Hitler“. Umbenennungen von Straßennamen in der Zeit des Nationalsozialismus

Umbenennungen von Straßennamen in der Zeit des Nationalsozialismus Oberstraße, Niederstraße, Beekstraße (Beeke = Bach, in Anlehnung an den nahen Dickelsbach) – seit der Frühen Neuzeit bieten Straßennamen und -schilder Orientierung innerhalb der Stadt, auch in Duisburg. Ende des 18. Jahrhunderts wurden die Schilder zunehmend für Ehrungen und Erinnerungen genutzt. Zunächst machte sich der Einfluss von…